Auch in diesem Jahr hatten sich die Radsportler des SV-Albaching als Ziel für ihr einwöchiges Trainingslager Italien ausgesucht. Es wurde eine größere – gut ausgestattete – Ferienwohnung gebucht und so ging es am 16.05.2026 nach Levico Therme (ehemals deutsch „Löweneck“). Die kleine Stadt gehört heute zur Autonomen Provinz Trient in der Region Trentino-Südtirol. Sie liegt traumhaft schön direkt am Levico-See im Valsugana (Suganertal), dem Tal der Brenta – nahe der nördlichen Grenze Veneziens.
Die Gegend eignet sich hervorragend für ausgedehnte Klettertouren mit dem Rennrad. Die zu meist aus der Zeit des ersten Weltkrieges stammenden Pässe entlang des Tales sind allerdings steil und knackig (Durchschnittssteigungen von 8 – 11%) und gehören mit vielfach um die 800hm z.B. beim Giro d`Italia zu Aufstiegen der 1. Kategorie. Dementsprechend brauchte es dann auch das ein oder andere Mal unser Trainingslagermotto „vorne gute Laune – hinten gute Laune“ und im Extremfall auch einmal einen „Gassenhauer“ aus dem Smartphone, um die teils ruppigen Rampen mit auch mal 20% und mehr zu bewältigen.
Insgesamt kamen so im Schnitt bei allen 6 Teilnehmern in der Trainingswoche etwa 25 Stunden im Sattel zusammen, bei gefahrenen 600km und 9.000hm.
Das Wetter bot bei allen Ausfahrten nahezu die ganze Bandbreite, die man sich so vorstellen kann. Anfangs der Woche mit zunächst kühlen Temperaturen ganz allgemein und im Speziellen in den Bergen auf über 1.000 Metern mit unter 10 Grad. Auch ein „Gewittervollwaschgang“ von 1,5 Stunden auf dem Brendertal-Radweg war dabei und es gab auch tropische Hitze von über 40 Grad im Schatten bei Assiago.
Natürlich wurde nicht nur Rad gefahren, sondern auch viel entspannt und geratscht und auch die Kulinarik kam nicht zu kurz. (Wir wissen ja alle, dass die Form nicht auf dem Rad „gebaut“ wird, sondern bei der anschließenden Regeneration.)
Schon die Trainingsfahrten wurden regelmäßig begleitet von Bar-Besuchen für Espressi und sonstige kulinarische Genüsse in flüssiger wie fester Form. Die vielen Stopps sorgten für allseits gute Stimmung und Motivation und waren einfach auch notwendig, um den erheblichen Mehrbedarf an Kohlenhydraten (etwa 14 – 15.000 je Teilnehmer in dieser Woche), ergänzend zu flüssigem Kohlehydratpulver, Riegeln und Gels (etwa 20 je Teilnehmer/Woche) zu decken.
Zudem gibt es am Rande der Strecken tolle Ausblicke und Panoramen, herrliche ursprüngliche und gepflegte Ortschaften mit hervorragenden unscheinbaren Lokalitäten und einer tollen Atmosphäre – so ganz ohne Tourismus in der Woche vor Pfingsten.
Und wir waren ja auch mit unseren Rädern nicht auf der Flucht oder in einem Rennen, sondern wollten und konnten die gemeinsame Auszeit vom Alltagsleben ganz einfach genießen.
